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Autor Thema: Und wenn es doch etwas danach gibt...  (Gelesen 11535 mal)
Elias
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« am: 14. Mai 2008, 18:19:48 »

Artikel aus der "WELT"

Quantenphysik
Die Seele existiert auch nach dem Tod
Menschen mit Nahtoderlebnissen berichten von rtselhaften Phnomenen hufig von einem Tunnel, an dessen Ende Licht erstrahlt. Auch serise Forscher behaupten: Die Seele gibt es wirklich, und das unsterbliche Bewusstsein ist genauso wie Raum, Zeit, Materie und Energie ein Grundelement der Welt.....



Interessante Aspekte bietet dieser Artikel - und es erstaunt, wie vehement andere Wissenschaftler und Pseudo-Wissenschaftler die Existenz der Seele immer wieder anzweifeln.

In vielen Religionen gibt es ein "Danach", und ein einfaches Denkmodell aus der Bahai-Religion veranschaulicht den "Nachweis" einer Seele sehr gut:
"Man kann den Menschen operieren, seinen Krper untersuchen und das Gehirn - aber man findet nicht sein Herz (seine Liebe) und auch nicht seinen Geist"

Ich fge hier nochmals meinen Kommentar zu o.g. Artikel ein:

....ob wahr oder nicht wahr - solange es keine Beweise oder Gegenbeweise gibt wnsche ich mir, dass wir wenigstens mit den Menschen, die in einem Zwischenzustand sind und denen, die gerade verstorbenen sind, behutsam umgehen - denn was, wenn doch etwas danach ist? Es wre nicht schn, wenn nur noch schlecht behandelte Seelen herumirrten.


liebe Gre
Dorothee Elias

fr weitere Informationen zu dem Artikel hier der link:
http://www.welt.de/wissenschaft/article1938328/Die_Seele_existiert_auch_nach_dem_Tod.html
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« Antwort #1 am: 26. Mai 2008, 21:05:52 »

Thema und Artikel haben mich nachdenken und ein wenig "forschen" lassen.

Und  wenn es doch etwas danach gibt.

die meisten Religionen und Wissenschaftszweige sind berzeugt von einem Danach. Lediglich ber die Gestalt herrscht rege Uneinigkeit. So regt die Frage nach der Existenz einer Seele seit vielen, vielen Jahren die Gemter an, denn "Sie" wre ja die einzige Mglichkeit fr ein Danach - schlielich bleibt die greifbare Materie, unser Krper auch im Tode in unserer Realitt.

Aber Seele ist nicht eindeutig definiert - zumindest wissenschaftlich- hier hat die Religion die Nase vorn.
Auch nicht ganz zu unrecht, da hier die Seele ihren Ursprung nimmt im GLAUBEN!

Ein Artikel mit spektakulrer berschrift mchte Wissen ins Ungewisse bringen! Wre glatt in der Lage Glaubensstrmungen auf einen Nenner zu bringen wenn er denn wahr wre.

Quantenphysik die Seele existiert auch nach dem Tod
Das klingt nach einem Wissensdurchbruch, das ist greifbar- schlielich ist gerade die Physik, die Wissenschaft der messbaren, faktisch darstellbaren Ergebnisse kein Hokuspokus!

Die von der WELT prsentierten Textauszge aus Physik des Zufalls zeigen aber keine physikalischen Fakten auf- eigentlich auch keine anderen.
Bei nherem Hinschauen bemerkt man, das es sich hier um einen persnlichen Interpretationsversuch einer (von vielen)Quantenphysikalischen These, der Verschrnkungs- Theorie in brckenschlagender Symbiose mit der Nahtodforschung, durch den Autor Frobse handelt. Das sich jemand Gedanken ber den Alltagshorizont hinaus macht, ist grundstzlich begrenswert. Schade nur, das er seine Version dieses sensiblen Themas mit Hilfe von gekrzten Zitaten untermauert.
So wird Drr zitiert:
Was wir Diesseits nennen, ist im Grunde die Schlacke, die Materie, also das was greifbar ist. Das Jenseits ist alles brige, die umfassende Wirklichkeit, das viel Grere. Das, worin das Diesseits eingebettet ist. Insofern ist auch unser gegenwrtiges Leben bereits vom Jenseits umfangen.
Das passt, aber so redet Drr (verschwiegener Weise) weiter:
Wenn ich mir also vorstelle, dass ich whrend meines diesseitigen Lebens nicht nur meine eigene kleine Festplatte beschrieben habe, sondern immer auch etwas in diesen geistigen Quantenfeldern abgespeichert habe, gewissermaen im groen Internet der Wirklichkeit, dann geht dies ja mit meinem krperlichen Tod nicht verloren. In jedem Gesprch, das ich mit Menschen fhre, werde ich zugleich Teil eines greren geistigen Ganzen. In dem Mae, wie ich immer auch ein Du war, bin ich, wie alles andere auch, unsterblich.

Wenig Quanten und noch weniger Physik, vielmehr eine persnliche philosophische Folgerung.

Um seine seine "Glaubenswahrheit" zu festigen bedient sich Frobse also der Verschrnkungstheorie. Eine nicht weniger umstrittene Theorie in der Quantenphysik wre die Viele- Welten- Theorie, die Theorie des Multiversum. Leider eine Theorie, die uns unserer Einmaligkeit beraubt und unser bisheriges Selbstverstndnis ber den Haufen schmeit und wo bliebe dort die Seele?  Oder was wre mit der Theorie, dass jede Zelle eine eigene Seele in sich birgt. Der Mensch mit Multiseele - wie ein Quantenfeld?

Viele Thesen mit noch mehr Mglichkeiten Realitten zu schaffen. Mglichkeiten die Existenz der Seele zu beweisen, sie zu definieren - aber ebenso viele Mglichkeiten fr das Gegenteil.

Also drfen wir vorerst an Altem festhalten!
Jeder nach seinem Erkenntnisgrad, ganz individuell. Den Christen bleibt ihre Auferstehung, den Hinduisten die Seelenwanderung, die Agnostiker drfen weiterhin Nicht wissen, die natrliche Religion behlt auch ihren Platz und die Bahais brauchen keine Sorge um schlecht behandelte Seelen haben, denn das lsst "ihr" Gott nicht zu. Aber auch die Wissenschaft ist hier nicht weg zudenken und so sagte Einstein einmal:
"Die Wissenschaft ohne die Religion ist lahm, die Religion ohne die Wissenschaft ist blind."


Fr mich bleibt als Essenz aus diesem Artikel:

Die Seele existiert auch nach dem Tod
wenn man glaubt dann ja!


Liebe Gre,
Yvonne Gimbel-Sill

P.S.
"Es ist nicht das Unbekannte, vor dem wir Angst haben mssen, es ist das Bekannte, das wir frchten sollten. Das Bekannte, das sind die rigiden Muster unserer vergangenen Konditionierung. Sie halten uns in den gleichen rigiden Verhaltensmustern gefangen.
 
Wenn wir aber in jedem Augenblick unseres Lebens in das Unbekannte treten knnen, dann sind wir frei. Und das Unbekannte, das ist das Feld unendlicher Mglichkeiten, das Feld reinen Potentials, das, was wir wirklich sind."

Deepak Chopra
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« Antwort #2 am: 17. Oktober 2008, 13:58:01 »

Ewiges Leben: Eine Fortsetzung findet nicht statt

Bischof Franz Kamphaus zu Tod, Sterben und Ewigem Leben

FRANKFURT - Kann das denn alles gewesen sein: Das bisschen Sonntag und Kinderschrein, das bisschen Fuball und Fhrerschein, nur Schaffen und Raffen und Husten und Hass - und dann noch den Lffel abgeben? Diese von Wolf Biermann gestellte Frage bewegt bis heute Menschen, und das nicht nur im November. Was es mit dem christlichen Glauben an das Ewige Leben auf sich hat, ist Gegenstand eines hchst lesenswerten Artikels von Bischof Franz Kamphaus in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 11. November 2004. Wie Menschen von Tod und Sterben denken, hat Einfluss darauf wie sie leben, macht der Limburger Bischof deutlich. Und wer auf ewiges Leben im christlichen Sinn hofft, wird sich mit weltlichen Vertrstungen nicht zufrieden geben.

Auszge aus dem Artikel:
Christen nehmen den Tod als endgltiges Ende dieses Lebens ganz ernst. Deswegen nehmen sie das Leben ganz ernst. Sie lieben das Leben, nicht den Tod; nicht der Tod macht das Leben lebenswert, sondern die Liebe zum Leben. Aber das Leben lieben kann nur, wer zu sterben wei. Wer sich an das Leben klammert um jeden Preis, wer es auskosten will bis zur Neige, den hlt die Todesangst im Wrgegriff. Es hilft nicht, einen Kick nach dem anderen zu suchen. Der Tod setzt all dem unbarmherzig ein Ende. Er zieht uns den Teppich unter den Fen weg und demonstriert, dass wir uns aus eigener Kraft keine Sekunde auf den Beinen halten knnen. Deshalb kann man weder auf Probe leben, noch auf Probe sterben. Dieses sterbliche Leben ist der Ernstfall. Es bietet die einzige Gelegenheit, das Ewige Leben zu gewinnen. Nicht als ob die Seele nach dem Tod gleichsam die Pferde wechselte, um erneut ins Rennen zu gehen. Nicht als ob sie nach dem Tod den Krper hinter sich liee wie eine ausgebrannte Treibstoffrakete, um sich nun frei im Raum zu bewegen. Nicht als ob sich der Krper wie eine Maschine stilllegen liee, um wieder angeworfen zu werden, wenn die Zeiten gnstiger sind. All das sind Ausflchte.

(...) Ewigkeit ist eine der Eigenschaften Gottes, keine Eigenschaft seiner Schpfung. Dass Gott ewig ist, heit nicht, er existiere schon unendlich lange und er werde noch unendlich lange weiter existieren. Was immer zeitlich existiert, ist den Bedingungen der Zeit unterworfen. Es existiert in der Zeit. Gott jedoch ist niemandem und nichts unterworfen. Er hat die Schpfung als eine zeitlich geprgte Wirklichkeit erschaffen. Wir leben nicht nur in der Zeit, weil wir einen Krper haben, auch unser Denk- und Vorstellungsvermgen ist dadurch gekennzeichnet. Wir knnen die Zeit gedanklich in die Vergangenheit und Zukunft hinein verlngern, uns mithin eine immer noch lngere Zeit vorstellen oder denken, aber niemals ein Jenseits der Zeit. Deshalb ist es sinnlos, danach zu fragen, was vor der Schpfung war oder nach ihr sein wird. Das Gleiche gilt vom Raum. Die Rede von Gottes Allgegenwart besagt nicht einfach, er sei berall - genau so gut knnte man sagen, er sei nirgends. Sie besagt, dass Gott nicht im Raum oder rumlich existiert. Denn es gibt keinen Raum innerhalb oder auerhalb des Welt-Raumes, an dem sich Gott aufhalten knnte.

(...) Einzig Gott ist ewig und allgegenwrtig. Wenn demnach der Glaube fr den Menschen und die gesamte Schpfung ewiges Leben erhofft, dann hofft er darauf, dass Gott ihnen Anteil gewhrt an seinem Leben. Wenn Gott uns teilhaben lsst an seinem Leben, dann leben wir ewig wie Er. Dann aber ist diese Lebensweise genau so unbegreiflich fr uns wie Gott selbst. Du kannst dir kein Bild davon machen , sagen wir. Das ist nicht zu fassen. Dieser Unbegreiflichkeit gilt es im Denken wie im Reden Rechnung zu tragen.
Leben und Tod sind theologisch verstanden Situationen unterschiedlicher Gottesbeziehung. Sofern ein Mensch sich in seinem Leben auf Gottes Liebe einlsst, beginnt fr ihn das ewige Leben. Und umgekehrt: Sofern ein Mensch sich in seinem Leben Gottes Liebe gegenber verschliet, hat der Tod Macht ber ihn. Deswegen spricht Paulus vom Tod als dem Sold der Snde. Er denkt dabei an eine vom Menschen selbst bedingte Beziehungsunfhigkeit, die ihn vom Ursprung des Lebens abschneidet. Das ist die Hlle.

(...) Das ist Ewiges Leben: Der Mensch erreicht das Hchstma seiner Lebendigkeit, indem er mit allen und allem in Beziehung lebt. Die ganze Menschheit, die ganze Welt hat Platz in dieser Hoffnung.

(...) Ewiges Leben heit nicht, dass es endlos so weiter geht wie jetzt, es meint nicht eine Vereinseitigung des Vorhandenen. So stellen es sich diejenigen vor, die schon in diesem Leben alles haben, und trotzdem nie genug bekommen; die das, was sie haben, fr immer haben wollen. Anderes fllt ihnen nicht ein als ihre private Seligkeit. Christen jedoch lassen sich damit nicht abspeisen. Sie hoffen auf ein Glck, das nicht mit dem Unglck anderer bezahlt wird; auf eine Lust, die nicht Privatvergngen oder Gruppenprivileg bleibt, sondern alle erfasst. Alle werden zu ihrem Recht kommen und Frieden finden.
Quelle: http://www.bistumlimburg.de/

Wer den ganzen Artikel lesen will, kann aus Grnden des Copyrights den ganzen Artikel kostenpflichtig ber die Internetseiten www.faz.net beziehen.

Liebe Gre,
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« Antwort #3 am: 21. Oktober 2008, 14:40:39 »

Nun denn, das ist ja wahrlich starker Tobak! (wenn man daran glauben mchte)
Ich persnlich empfinde die Auszge sehr gut formuliert, aber recht einseitig dargestellt.
Warum sollte ich erst dann beginnen, mein Leben zu lieben, wenn ich beginne an diesen "einen" Gott zu glauben?
Aus welchem Grund sollte ich mein Leben erst dann ernst nehmen, wenn ich daran glaube, dass dieses eine Leben das einzige ist, das mir gewhrt wird?
Werte, die das Leben lebenswert machen, sind zwar in der christlichen Theologie zu finden, aber nicht dort allein begrndet: Dankbarkeit, Liebe, Vertrauen, Hoffnung

Ja, es hilft nicht, den "Kick" nach dem anderen zu suchen, auf der berholspur von einer Party zum nchsten Vergngen zu eilen, aber gehren solche "Ausschweifungen" nicht auch zum Leben?
Wann beginne ich zu leben? Wenn ich mich ngstlich an Schriften halte, von denen ich hoffe, dass sie mich irgendwann erlsen? Wenn mein Herz beengt darauf bedacht ist, keine Snde zu begehen? Wenn ich mein Leben lang mein einziges Augenmerk dahin lenke, die Erlsung zu verdienen? (...
Zitat
Nicht als ob die Seele nach dem Tod gleichsam die Pferde wechselte, um erneut ins Rennen zu gehen. Nicht als ob sie nach dem Tod den Krper hinter sich liee wie eine ausgebrannte Treibstoffrakete, um sich nun frei im Raum zu bewegen. Nicht als ob sich der Krper wie eine Maschine stilllegen liee, um wieder angeworfen zu werden, wenn die Zeiten gnstiger sind. All das sind Ausflchte.
sagt wer? DAS kann ja wohl niemand beweisen und es bleibt einzig und allein Glaubenssache!)

Zitat
Er zieht uns den Teppich unter den Fen weg und demonstriert, dass wir uns aus eigener Kraft keine Sekunde auf den Beinen halten knnen.
Ja, der Tod zieht uns den Teppich unter den Fen weg. Aber nicht nur jenen, die sterben, sondern vor allem jenen, die zurckbleiben. Selig, die in ihrem Gott und seinen Lehren Halt und Trost finden. Ich kenne aber auch andere, die durch den Schrecken des Todesfalles (Mord, Suizid, Tod des eigenen Kindes, pltzlicher Verlust durch Unfall, Tod eines jungen Menschen.....) keinen Halt mehr in ihrem Gott fanden, "seinen Willen" nicht verstanden, sich von ihm abwandten und aus eigener Kraft wieder auf die Fe kamen.

Zitat
nicht der Tod macht das Leben lebenswert, sondern die Liebe zum Leben
Das ist wohl wahr, aber der Tod macht uns immer wieder bewusst, wie kostbar es ist, unser Leben zu lieben!

Zitat
Sofern ein Mensch sich in seinem Leben Gottes Liebe gegenber verschliet, hat der Tod Macht ber ihn.
Nein, ich denke, - egal welchem Glauben wir angehren ! - das der eigene Tod seinen Schrecken verliert (denn die Macht wird Gevatter Tod nie verlieren, da jeder Mensch sich ihm irgendwann einmal stellen muss!), wenn ich mir bewusst werde, dass ich mein Leben gelebt habe. Ich denke, das der Tod der anderen seine Schrecken verliert, wenn alles (Wichtige) gesagt wurde, wenn die Zeit miteinander genutzt wurde, wenn mir bewusst wird, das mir die Erinnerung an alles Gelebte auch vom Tod nicht genommen werden kann. Das jedes einzelne Gefhl, das mich mit einem anderen Menschen verbindet, mich auch ber den Tod hinaus noch mit diesem Menschen verbinden wird. Dies lindert nicht unbedingt die Schwere unserer Trauer, die wir empfinden, denn davor kann sich niemand schtzen, aber es kann uns zum Teil die Angst vor dem Sterben nehmen.

Zitat
....auf eine Lust, die nicht Privatvergngen oder Gruppenprivileg bleibt, sondern alle erfasst.
Das ist wirklich gut: Wenn ich den Sinn einer Religion mal nach "wissenschaftlichen" Faktoren deute, so ist eine Religionsgemeinschaft hauptschlich erschaffen worden, um eine Gruppe zu bilden, die einem gemeinsamen Ziel folgt. Jeder, der nicht diesem Ziel folgt, ist automatisch nicht mehr Teil der Gruppe. So verhalten sich ganz deutlich auch die Pastoren/Pfarrer bei der Beisetzung jener, die aus der Kirche (also auch ihrer Gruppe) ausgetreten sind: sie kmmern sich weder um den Verstorbenen, noch um dessen Familie (in der Regel, gibt natrlich auch Ausnahmen...). Also bitte...:die Auferstehung, die Ewigkeit, wie sie von der Kirche gelehrt wird, IST ein Gruppenprivileg, dass eben nur jenen zuteil wird, die an diesen einen Gott glauben und seinen Lehren folgen.

Ich mchte zum Abschluss meiner Ausschweifungen eines zusammenfassen: es geht mir nicht darum, den Menschen (Christen) ihren Glauben zu vermiesen. Ich wehre mich jedoch strikte dagegen, durch solche derart dargelegten Dogmen abgestempelt zu werden unter der Rubrik "ich vergeude mein Leben" oder "bin verloren", "kann dieses Leben nicht lieben oder achten", weil ich mich weigere an (diesen) einen Gott zu glauben!
Ich weigere mich, solchen Dogmen so viel Raum zu geben, dass Andersglubige oder Atheisten keinen Raum mehr finden, um fr ihre eigene Trauer den eigenen, geeigneten Weg zu finden. Denn eines kann man nicht voneinander trennen und sollte man nie verdrngen: Tod ist immer mit Trauer verbunden, egal welchem Glauben ich anhnge.
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2008, 16:20:10 von Hundhausen Annette » Gespeichert

Ich habe zwar keine Lsung,
aber ich bewundere das Problem!
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« Antwort #4 am: 04. Dezember 2010, 17:43:00 »

Liebe Leser,

ich mchte dies Thema wieder ansprechen, aus der Erfahrung gerade in den letzten Monaten:

es geht hier gar nicht um Glaube oder Aberglaube oder Wissenschaft.

Habt Ihr noch nicht erlebt, dass Angehrige Euch von Ereignissen berichten, die sie selbst kaum glauben?
Mit vorgehaltener Hand und nach der Entschuldigung: "Sie drfen mich jetzt nicht fr verrckt erklren, aber...."


kommen Geschichten zutage, die mir manches Mal einen Schauer ber den Krper jagen.

Da gibt es die Schwester einer Verstorbenen, die erzhlt, dass die Verstorbene einige Zeit vor ihrem eigenen Tod
tiefsttraurig war ber den Tod ihres Hundes.
Und auf ihrer eigenen Beerdigung luft am Grab genau so ein Hund (frei - scheinbar ohne Besitzer) vorbei.
Nicht nur die Schwester, auch andere Beteiligte sahen sich an, trauten sich aber nicht, etwas zu sagen.

Oder die Ehefrau des Verstorbenen, die sich nach langen Gesprchen offenbart und mir mitteilt, dass sie oft die
Nhe ihres Mannes sprt, ja sogar das Auflegen seiner Hnde auf ihre Schultern.

Oder der Mann, der im Nachttisch seiner verstorbenen Frau die Armbanduhr fand, die tatschlich zum Todeszeitpunkt
stehen geblieben war und sich  - er glaubte auch eher an ein Uhrwerk, dass sich an den Krpr gewhnt hatte, als an "Spuk" -
nicht reparieren lie und nach Austausch des Uhrwerks wieder zur gleichen Zeit stehen blieb.

Oder die Blumen auf dem Grab der Mutter einer Frau, die sich selbst als absolute "Grtner-Versagerin" bezeichnet. Seit sie
aber die Lieblingsblumen der Mutter auf das Grab gesetzt hat, wachsen diese unverwstlich. Die Tochter glaubte dem nicht und
dachte, jemand anderes wrde das Grab noch pflegen. Nach vergeblicher Suche nach dem "Grtner" bleibt sie nun fest bei dem
Glauben, ihre Mutter kmmere sich selbst um ihren "Garten".

Zuviel Geistergeschichten gesehen oder doch etwas, was wir weder beweisen noch sehen knnen?

Solange nicht der Gegenbeweis angetreten wurde, kann ich mich nicht damit abfinden, es gbe NICHTS danach - nur, weil es dafr keine physikalischen
Beweise gibt!

Bald ist wieder Weihnachten und jenseits des Kommerzrausches freue ich mich auf eine besinnliche Zeit. Auf eine Zeit mit etwas Mystik, auf
den Kerzenschein, die Abende am Kamin und die Geschichten ber einen Mann, der es geschafft hatte, dass viele Menschen nach
2000 Jahren immer noch ber ihn reden.

Wer weiss, was uns die Wissenschaft in 2000 Jahren offenbart?

vorweihnachtliche Gre
Dorothee Elias
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